Mit dem Nachzug gelangten wir nach Trang im Süden Thailands. Leider liegt Trang nicht am Meer und so mussten wir eine einstündige Taxifahrt voller waghalsiger Überholmanöver zum Pier von Pak Bara auf uns nehmen.
Von Pak Bara verkehren Schnellboote zu diversen Inseln in der Nähe. Wir hatten uns entschieden, eine Woche auf Ko Bulon zu verbringen, da diese Insel recht klein und verhältnismässig wenig touristisch ist. Gegen Mittag kamen wir dann auch auf der Insel an.
Auf Ko Bulon gibt es wenig zu tun. Der grösste Strand ist etwa einen Kilometer lang und erstreckt sich entlang der Ostküste der Insel. Man kann im türkisblauen Meer baden und schnorcheln. Leider hat das nahe Korallenriff in den letzten zwei Jahren grosse Schäden durch den Klimawandel erlitten. Im Norden der Insel gibt es ein kleines Fischerdorf mit einigen Restaurants. Der Westen der Insel ist unbewohnt. In den Bäumen leben Nashornvögel und Flughunde, Einsiedlerkrebse krabbeln überall herum und öfters trifft man erschreckend grosse (aber zum Glück scheue) Bindenwarane an.









Ursprünglich hatten wir vor, acht Nächte auf der Insel zu verbringen. Leider verschlechterte sich das Wetter an unserem Abreisetag derart, dass die Schnellboote nicht mehr verkehren konnten und wir auf der Insel festsassen und sintflutartigem Regen trotzen mussten. Wir hatten Glück im Unglück: auf der Insel konnte der Regen ungehindert abfliessen und das Leben ging (mit Ausnahme des eingestellten Schiffsverkehrs und eines kleinen Erdrutsches) normal weiter. Auf dem nahen Festland gab es jedoch grossflächige Überschwemmungen und viele Todesopfer.

Schlussendlich sassen wir eine Woche auf Ko Bulon fest, verbrachten insgesamt also zwei Wochen dort. Als das Wetter besser wurde, konnten wir endlich weiterziehen. Wir wurden mit einem Longtailboot aufs Meer gebracht, wo wir in ein Schnellboot nach Ko Lanta umstiegen. Die Fahrt war lang, laut und holprig, mit ein wenig Musik aber ganz in Ordnung.
Auf Ko Lanta verbrachten wir nur eine Nacht, trafen aber einen Freund aus Bern, der ebenfalls durch Thailand reiste. Schon am nächsten Morgen aber trennten sich unsere Wege, er blieb auf Ko Lanta und wir reisten weiter nach Phuket. Dieses Mal wollten wir nicht per Schnellboot, sondern mit der langsameren, aber gemütlicheren Fähre reisen. Die Fähre war tatsächlich sehr gemächlich unterwegs, und so brauchten wir vier Stunden, um nach Phuket zu gelangen. Vom Rasada-Pier in Phuket nahmen wir einen öffentlichen Bus ins Zentrum. Da alle anderen Touristen am Pier einen Minibus oder Taxi nahmen, waren wir die einzigen (!) Fahrgäste. Dies scheint aber recht normal zu sein, denn sowohl der Fahrer wie auch die Schaffnerin waren sehr erfreut über unsere Anwesenheit.
Wir verbrachten nur zwei Nächte in Phuket (der Stadt auf der gleichnamigen Insel) und waren positiv überrascht. Die Altstadt besteht aus historischen Häusern im sogenannt sino-portugiesischen Stil, die in allen möglichen Farben gestrichen sind. Neben den obligaten touristischen Souvenirläden finden sich erstaunlicherweise recht viele kleine Geschäfte mit wunderschöner alter Einrichtung und kleinen Hausaltären an der Wand, welche zum Teil ein bizarr spezifisches Sortiment führen (z.B. Keilriemen oder Plastikrohre).
Nach unserem Kurzen Aufenthalt reisten wir bereits weiter nach Mai Khao, welches im Norden der Insel gleich neben dem Flughafen liegt. In Mai Khao befindet sich nämlich der eigentliche Grund, weshalb wir überhaupt nach Phuket reisten: Soi Dog, das grösste Tierheim Südostasiens, über welches wir im nächsten Beitrag ausführlich berichten werden. Die Zeit dort war recht intensiv, weshalb wir auch mit dem Blogschreiben ins Hintertreffen gerieten. Wir holen jetzt aber auf!





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