Da wir die gleiche Route (Kunming —> Bangkok) in entgegengesetzter Richtung zurückreisen und bereits Blogbeiträge zu den einzelnen Stationen geschrieben haben, schreiben wir hier einen “Sammelbeitrag”.
Vientiane
Unsere Reise begann wieder mit einem Nachtzug: Wir reisten von Bangkok nach Nong Khai. Danach nahmen wir ein Tuktuk zur Grenze, wo wir sehr gründlich befragt wurden. Thailand kämpft aktiv gegen sogenannte Visa Runs, Touristen verlassen das Land für eine kurze Zeit und kehren danach nach Thailand zurück, um ein neues Visum zu erhalten. Die Grenzbeamten vermuteten wohl, dass wir dasselbe tun würden und wollten sicherstellen, dass wir Thailand definitiv verlassen. Als wir aber meinten, wir würden nach Kunming weiterreisen, waren sie zufrieden und wir durften passieren. Eine kurze Busfahrt über die Grenze und eine längere Busfahrt ins Zentrum von Vientiane folgten. Wir kamen gut in unserem Hotel an und verbrachten die nächsten Tage mit der Erkundung von Vientiane. So besuchten wir das COPE Visitor Centre, welches über die Folgen der US-Bombenabwürfe über Laos während des Vietnamkrieges aufklärt und Betroffenen medizinische und psychologische Unterstützung bietet. Da nach wie vor Millionen von Blindgängern über Laos verteilt sind, werden noch heute jedes Jahr Menschen verletzt oder getötet. Ein kurzer Spaziergang zum Patuxai, dem laotischen “Triumphbogen” durfte auch nicht fehlen…



Luang Prabang
Nach zwei Tagen in Vientiane nahmen wir den Zug und kamen nach einer Taxifahrt endlich wieder in Luang Prabang an. Dieses Mal konnten wir sogar eines der wenigen Zimmer im Hotel von Ock Pop Tock (s. Beitrag über Luang Prabang) ergattern. Im Gegensatz zu Bangkok war es erstaunlich kühl und wir mussten erstmals unsere wärmere Kleidung hervornehmen. Sophie besuchte vor Ort einen weiteren Webkurs und sogar Aurelio versuchte sich im Bambusflechten. Nach einigen ruhigen und erholsamen Tagen wechselten wir dann wieder zurück in die Innenstadt und verbrachten die nächsten Tage mit Sightseeing, Unterrichten bei Big Brother Mouse und einem Töpferkurs.








Kunming
Nach fast 10 Tagen in Luang Prabang wurde es Zeit, weiter Richtung Norden zu reisen. Wieder reisten wir mit dem Zug, es war eine lange, fast achtstündige Fahrt. Glücklicherweise hatten wir sehr nette Sitznachbarn, ein etwas älteres chinesisches Paar aus Shanghai. Die Frau sprach ausgezeichnet Englisch und ihr Partner lustigerweise Japanisch, weshalb wir uns gut verständigen konnten. In Kunming konnten wir dieses Mal auch den berühmten “Green Lake” besuchen. Dieser ist im Winter nicht besonders spektakulär, weshalb fleissig nachgeholfen wird. An die kahlen Bäume werden Kakis aus Plastik gehängt und überall finden sich Dekorationen aus künstlichen Blumen. Trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) ist der Park auch im Winter sehr gut besucht. Aufgrund des grossen Temperaturunterschiedes (10 Grad weniger als in Luang Prabang) erkälteten wir uns beide und liessen es daher eher ruhig angehen.



Unsere Zeit in Kunming neigt sich bereits dem Ende zu und wir freuen uns, mit Hong Kong endlich wieder einen Ort zu besuchen, den wir noch nicht kennen.

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