Im Zug durch die Welt

Ein langsames, gemütliches Reisejournal

Rhodos

Nach 3 Tagen Ruhe und Entschleunigung in Diafani war es bereits Zeit, weiterzureisen. Wir nahmen dieselbe Fähre, wie die letzten zwei Male, die Blue Star Chios, und kannten uns deshalb bereits bestens aus. Nach etwa drei Stunden kamen wir bereits in Rhodos an und konnten auch gleich unsere Unterkunft beziehen.
Nach unserer obligaten Siesta machten wir eine erste Erkundungstour durch die Altstadt von Rhodos. Wir waren erstaunt über die abrupten Wechsel zwischen äusserst touristischen Strassen mit Souvenirshops und unzähligen Restaurants, ruhigen, zum Teil sogar verlassenen Seitengässchen und antiken Ruinen mitten in der Stadt. So oder so war die Altstadt architektonisch beeindruckend und wir hatten das Gefühl, uns in einer Stadt einer vergangenen Zeit zu befinden. Wir verbrachten auch den nächsten Morgen in der Altstadt und an der Strandpromenade, kehrten aber abends jeweils in unser Quartier ausserhalb zurück, wo es etwas ruhiger zu- und herging. Endlich konnten wir auch Chorta probieren, ein Gericht, welches Sophie bereits seit unserem Aufenthalt in Athen jagte – es schmeckte recht ähnlich wie Spinat, war aber etwas würziger und knackiger. Offenbar wird für Chorta unterschiedliches Wildgemüse gesammelt, dann gekocht und mit Olivenöl und Zitronensaft abgeschmeckt.

Marmaris

Nach zwei Nächten reisten wir wiederum mit der Fähre in unser nächstes Land, die Türkei. Die Überfahrt von Rhodos nach Marmaris dauerte nur eine Stunde, worüber wir froh waren, da der Wellengang etwas stärker war. Während die Landschaft um Marmaris sehr malerisch ist, ist die Stadt selbst ein wahrer Touristentempel: Ein riesiger Yachthafen inklusive Starbucks, dutzende identisch aussehende Restaurants und Exkursionsschiffe und eine Strandpromenade an welcher die Betrunkenen Partygänger im Sand ihren Rausch ausschlafen. Auch der Basar ist einzig und allein auf Tourist*innen ausgelegt, sämtliche Läden verkaufen entweder gefälschte Markenartikel oder billige Souvenirs oder beides. Vielleicht sind Ferien in Marmaris während der Nebensaison eine andere Erfahrung, wir würden aber nicht zurückkehren. Glücklicherweise verbrachten wir nur eine Nacht in Marmaris und nahmen bereits am nächsten Morgen einen Pamukkale-Fernbus nach Izmir, unserer nächsten Station.

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